- 5 März 2026
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Die französische Atlantikküste auf zwei Rädern – das ist Freiheit pur. Von den historischen Gassen La Rochelles bis zu den Surf-Stränden von Biarritz: 450 Kilometer, die Ihr nicht vergessen werdet. Salzige Luft, endlose Pinienwälder und Kurven, die zum Meer führen.
Diese Route ist kein Geheimtipp mehr, aber sie bleibt ein Klassiker. Zu Recht.
Gesamtdistanz: 450 km
Fahrzeit: 6 bis 7 Stunden reine Fahrzeit (ohne Stopps)
Beste Reisezeit: Mai bis September, wobei Juli und August touristisch überlaufen sind
Mautstellen: 4 bis 6 Péages, je nach gewählter Route
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel, für alle Motorradtypen geeignet
Plant mindestens zwei Tage ein, besser drei. Diese Küste will genossen werden, nicht abgerissen.
Start in La Rochelle, am alten Hafen. Die Stadt selbst ist einen Zwischenstopp wert: mittelalterliche Türme, Arkadengängen und verdammt guter Fisch.
Nehmt die D137 Richtung Süden. Die Strecke führt durch die Sümpfe der Charente-Maritime – flach, aber atmosphärisch. Bei Marennes riecht es nach Austern. Hier werden die besten Frankreichs gezüchtet.
Royan erreicht Ihr nach gut einer Stunde. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den 50ern im modernistischen Stil wiederaufgebaut. Architektonisch interessant, aber nicht unbedingt charmant. Die Strände dafür umso besser.
Highlight: Die Fähre von Royan nach Le Verdon-sur-Mer. Spart Euch 100 Kilometer Umweg und bringt Euch direkt an die Médoc-Halbinsel. Die Überfahrt dauert 20 Minuten, kostet etwa 15 Euro mit Motorrad.
Nach der Fährüberfahrt: Willkommen im Médoc. Weinberge links, Atlantik rechts. Die D1215 führt schnurgerade durch Kiefernwälder – monoton für manche, meditativ für andere.
Stoppt in Lacanau-Océan. Surf-Spot, entspannte Atmosphäre, gute Cafés direkt am Strand. Wenn Ihr im Sommer kommt: früh da sein, sonst wird’s voll.
Weiter südlich wartet Arcachon. Die Belle-Époque-Stadt am Becken ist bekannt für ihre Austern und die Dune du Pilat – mit 110 Metern die höchste Wanderdüne Europas. Der Aufstieg lohnt sich. Oben: 360-Grad-Blick über Ozean, Wald und Becken.
Maut-Info: Auf dieser Etappe keine Péages, wenn Ihr die Küstenstraßen nehmt.
Die D218 und D652 führen durch den Parc Naturel Régional des Landes de Gascogne. Endlose Pinienwälder, schnurgerade Straßen, kaum Verkehr. Perfekt zum Durchatmen.
Mimizan ist ein verschlafenes Küstenstädtchen mit breitem Sandstrand. Nichts Spektakuläres, aber genau richtig für eine Übernachtung abseits des Trubels.
Tipp: Tankt in Arcachon voll. Tankstellen sind in diesem Abschnitt rar.
Weiter auf der D652. Die Landschaft bleibt gleich: Pinien, Sand, Meer. Aber die Atmosphäre ändert sich, je näher Ihr dem Baskenland kommt.
Hossegor ist DIE Surf-Hauptstadt Europas. Im Herbst finden hier internationale Wettbewerbe statt. Die Stadt lebt vom und für den Surf. Entsprechend jung und lebendig ist die Szene.
Direkt nebenan: Capbreton mit seinem Fischereihafen. Frischer Fisch, authentische Restaurants, weniger Surf-Hype.
Die letzte Etappe. Die D810 führt durch Bayonne – Hauptstadt des französischen Baskenlandes. Die Altstadt ist wunderschön, die Kathedrale imposant. Und ja, hier kommt der Bayonne-Schinken her.
Von Bayonne sind es nur noch 20 Minuten nach Biarritz. Die Stadt war im 19. Jahrhundert Seebad der europäischen Aristokratie. Heute: Mix aus Belle-Époque-Eleganz und Surf-Kultur.
Must-See: Rocher de la Vierge, Grande Plage, Markthallen von Biarritz.
Je nach gewählter Route passiert Ihr 4 bis 6 Mautstellen. Die meisten liegen auf der A10 und A63, falls Ihr Teilstrecken auf der Autobahn fahrt.
Gesamtkosten Maut: Zwischen 25 und 35 Euro für die komplette Strecke.
Das Problem kennt jeder Motorradfahrer: An der Péage-Schranke anhalten, Motor aus, Seitenständer runter, Handschuh ausziehen, Badge rauskramen, bezahlen, Badge wieder verstauen, Handschuh anziehen, Motor starten, weiterfahren. Bei sechs Mautstellen wird das zur Geduldsprobe.
Besonders nervig bei Regen. Oder wenn hinter Euch eine Schlange wartet.
Über 10.000 Motorradfahrer nutzen seit 2013 MOTOPASS – und zwar aus gutem Grund. Das System ist simpel: Der Porte-Badge wird auf dem linken Handschuh befestigt, auf der Handrückenseite. Genau dort, wo Ihr beim Durchfahren der Télépéage-Spur ohnehin die Hand hinhaltet.
Euer Télépéage-Badge steckt in der wasserdichten Tasche des MOTOPASS. Beim Péage: Linke Hand hoch, Schranke öffnet sich, durchfahren. Fertig. Keine Fummelei, kein Anhalten, kein Stress.
Das System funktioniert mit allen Handschuhen – Sommer, Winter, Leder, Textil. Die Installation dauert zwei Minuten, ohne Werkzeug. Der patentierte Neigungswinkel sorgt dafür, dass der Badge optimal vom Lesegerät erfasst wird.
Preis: 19,90 Euro für das Standardmodell, bis 27,90 Euro je nach Variante.
Lieferung: 24 Stunden
Garantie: 2 Jahre
Made in France, französisches und europäisches Patent.
Bonus: MOTOPASS funktioniert auch für kontaktloses Bezahlen (Tanken, Parkplätze) und Garagentor-Fernbedienungen. 3-in-1-Lösung.
Auf der Atlantikroute mit ihren mehreren Mautstellen macht sich das System sofort bezahlt. Durchfahren statt Anhalten – das ist der Unterschied zwischen entspannter Tour und Nerverei.
Unterkunft: Bucht im Voraus, besonders im Sommer. Biarritz und Hossegor sind teuer, Mimizan und Royan günstiger.
Tanken: Tankstellen gibt es genug, aber in den Waldabschnitten zwischen Arcachon und Mimizan sind sie rar. Nie unter halben Tank fallen lassen.
Wetter: Die Atlantikküste ist wechselhaft. Regenkombi einpacken, auch im Sommer.
Verkehr: Juli und August sind Hauptreisezeit. Küstenorte überfüllt, Straßen voll. Mai, Juni und September sind ideal.
Essen: Austern in Arcachon, Bayonne-Schinken in Bayonne, Pintxos in Biarritz. Die Küche ist fantastisch.
Wer mehr Zeit hat, kann Abstecher ins Landesinnere machen:
Bordeaux: 50 km östlich von Arcachon. Weltkulturerbe, Weinmetropole, wunderschöne Altstadt.
Île de Ré: Vor La Rochelle. Flache Insel, perfekt für entspannte Runden, tolle Strände.
Saint-Jean-de-Luz: Zwischen Biarritz und der spanischen Grenze. Authentisches baskisches Fischerdorf.
450 Kilometer Atlantikküste – das ist keine spektakuläre Alpenroute mit Haarnadelkurven. Aber es ist eine Route, die unter die Haut geht. Die Weite des Ozeans, der Geruch von Pinien und Salz, die entspannte Atmosphäre der Küstenstädte.
Perfekt für Motorradfahrer, die Genuss über Geschwindigkeit stellen. Und mit MOTOPASS am linken Handschuh fahrt Ihr durch die Mautstellen, als wären sie nicht da.